Pflegetipps
Problem: Milchiges, schmutziges Wasser, unangenehmer Geruch
Ursache: Zu viele organische Belastungsstoffe und evtl. verschmutzter Filter
Lösung: Mechanische Reinigung des Pools und des Filters, pH-Wert prüfen ggf. einstellen, Stoßchlorung durchführen
und Flockungsmittel einsetzen
Problem: Trübes Wasser und raue Beckenwände
Ursache: Kalkausfällungen im Wasser und Kalkablagerungen am Beckenrand
Lösung: Mechanische Reinigung des Bodens und der
Wände, falls Kalk nicht entfernbar ist: Wasser ablassen und
mit saurem Randreiniger reinigen, nach erneuter Befüllung
Härtestabilisator ins Wasser geben
Problem: Grünes Wasser und glitschiger Boden und Wände
Ursache: Algen im Wasser, zu wenig Desinfektionsmittel im Pool
Lösung: Mechanische Reinigung des Pools, Rückspülung
der Filteranlage, pH-Wert einstellen, Stoßchlorung durchführen und Algenschutzmittel einsetzten, die Filteranlage so
lange laufen lassen, bis das Wasser wieder klar ist
Problem: Braunes Wasser nach Zugabe von Chlor
oder Aktivsauerstoff
Ursache: Eisenablagerungen im Wasser
Lösung: pH-Wert testen und einstellen, Stoßchlorung
durchführen, Flockungsmittel und Metallstabilisator zugeben,
die Filteranlage so lange laufen lassen, bis das Wasser
wieder klar ist
Problem: stark schäumendes Wasser bei Gegenstromanlagen
Ursache: Schäumendes Algizid oder Reste vom
Überwinterungs-/Reinigungsmittel im Wasser
Lösung: Erhöhter Frischwasserzusatz, keine
Haushaltsreiniger verwenden
Problem: Poolwasser riecht nach Chlor und es kommt zu
Haut- und Augenreizungen
Ursache: Zu viele organische Substanzen, zu hoher pHWert, zu geringer Chlorgehalt
Lösung: Chlor- und pH-Wert testen und durch die Zugabe
von pH-Minus sowie Chlor entsprechend regulieren, bei
einem Chlorgehalt unter 0,3 mg/l Stoßchlorung durchführen
Erstbefüllung
Die Befüllung des Schwimmbeckens sollte keinesfalls mit Brunnenwasser erfolgen! Brunnenwasser ist meist stark eisen- und kupferhaltig. Das Resultat ist eine braune, unansehnliche Brühe. Dieses Wasser ist nur durch Einsatz von hoch konzentriertem Chlor bzw. speziellen Chemikalien zu retten. Der Preisvorteil, welcher sich durch die Befüllung mit Brunnenwasser ergibt, wird durch den Mehrbedarf an Wasserpflegemitteln mehr als ausgeglichen. Verwenden Sie daher möglichst nur Wasser von einem öffentlichen Wasserwerk, weil dieses bereits aufbereitet wurde.
Algenschutz
Algen sind pflanzliche Mikroorganismen, die sich im Wasser besonders unter Sonneneinstrahlung und bei hohen Temperaturen schnell vermehren.
Die typischen Zeichen bei Algenbefall sind trübes, grünliches Wasser mit unangenehmem Geruch und glitschige Beckenwände.
Algen gelten als Nährboden für Bakterien, daher sind besonders in Freibecken zusätzliche Maßnahmen zur Algenbekämpfung und Vorbeugung notwendig. Durch den Einsatz des Algenschutzmittels wird die Algenausbreitung zuverlässig unterdrückt und der Verbrauch von Desinfektionsmitteln gesenkt. Vorbeugung ist notwendig.
Desinfektion
Desinfektion Ihres Beckenwassers bedeutet die Vernichtung von Keimen und Bakterien, die ein Infektionsrisiko darstellen können. Bereits bei Temperaturen ab +18° C vermehren sich Keime und Bakterien besonders schnell. Die Desinfektion kann auf Chlor- oder Sauerstoffbasis erfolgen.
Chlor-Methode:
Als Erstes sollte immer eine Stoßchlorung mit schnelllöslichem Granulat oder Tablettendurchgeführt werden. Damit wird der Chlorgehalt schnell auf sein Soll-Niveau gebracht. Idealer Chlor-Wert: 1,0 – 3,0 mg/l Danach kann der Chlorgehalt mit den langsam löslichen Chlortabletten (Zugabe nur überDosierschwimmer) gehalten werden.Eine Desinfektion mit Chlor bietet eine sehr gute und stabile Dauerwirkung auch bei hohenWassertemperaturen. Effektiv und sehr kostengünstig. Chlor ist das weltweit am meisteneingesetzte Produkt.
Sauerstoff-Methode:
Als Alternative kommt eine Desinfektion mit Sauerstoff in Frage. Die Vorteile: geruchlos, verursacht keine Augenreizungen beim Baden, hohe Desinfektionswirkung. Nachteile – kürzere Wirkungszeit, nicht effektiv bei hohen Wassertemperaturen über 26°C, etwas teurer im Vergleich zu Chlor. Die Sauerstofftablette wird im Dosierschwimmer in den Pool gegeben. Der dazugehörige Aktivator wird in einem Eimer mit Wasser angemischt und anschließend in den Pool gegeben. Nur im Zusammenspiel von Tablette und Aktivator funktioniert die Desinfektion. Idealer Sauerstoffwert: 5 – 8 mg/l
Filterung
- Das komplette Becken sollte mindestens 1,5 bis 2 mal täglich umgewälzt werden. Bei längeren hohen Außentemperaturen muss mindestens 2 mal pro Tag umgewälzt werden.
- Eine Rückspülung (Ventileinstellung bei Sandflteranlagen zur Reinigung des Filtermaterials oder zur Entnahme von Poolwasser) ist wöchentlich für 2–3 Minuten durchzuführen.
- Mindestens 3% des Beckenwassers sollten jede Woche mit Frischwasser erneuert werden, um den Verlust durch Rückspülung oder Verdunstung auszugleichen.
Flockung
Kleinste Schmutzteilchen (Kolloide, z.B. Seifenreste, Kosmetika, usw.) sind so klein, dass sie nicht durch den Filtersand aufgefangen werden können. Um diese Teilchen zu beseitigen, werden Flockungsmittel eingesetzt. Diese lassen die Kolloide zu größeren Klumpen verkleben, dadurch können Sie effektiv ausgefltert werden. Auch hier sollten Sie vorbeugend dosieren, um eine gleichbleibende klare Wasserqualität zu erzielen.
Achtung: Bei Kartuschenflteranlagen können Sie auch Flockungsmittel verwenden. Allerdings muss die Filteranlage ausgeschaltet bleiben, bis sich die Schmutzteilchen auf dem Boden abgesetzt haben und diese mit einem Sauger entfernt wurden.
Frühjahrspflege
Vor- und bei Inbetriebnahme des Schwimmbeckens werden folgende Arbeitsschritte empfohlen.
- Entfernen der groben Verunreinigungen
- Beckenrandreinigung von Verschmutzungen durch den Wasserstand
- Grundreinigung des Bodens und der Wände
- Vorbehandlung des Beckens mit Algenschutzmittel
- Filtersand bzw. Filterkartusche erneuern
Reinigung
Die regelmäßige Reinigung des Beckens gehört zu den grundlegenden Pflegemaßnahmen. Durch den Einsatz von Schwimmbadabdeckungen können Sie die Verschmutzung des Wassers durch Staub, Laub und andere Luftverschmutzungen reduzieren. Ebenso wichtig ist das Bodensaugen und Rückspülen mit Frischwasserzusatz (mind. 3 % des Beckeninhalts pro Woche) bei Sandflteranlagen. Bei Kartuschenflteranlagen sind die Filterkartuschen regelmäßig zu reinigen und auszutauschen. Die Verschmutzungen an der Schwimmbadfolie (z.B. Schmutzflm entlang der Wasserlinie, auch Fett und Ruß) lassen sich problemlos mit dem hochwirksamen Randreinigungsmittel entfernen. Zur mechanischen Reinigung bietet Mr. Gardener ein umfangreiches Sortiment an günstigen Bodenreinigern, Bürsten, Bodensaugern und anderen Artikeln an.
ph-Wert Regulierung
Das Wichtigste bei der Wasserpflege ist der pH-Wert. Er beeinflusst alle Faktoren des Beckenwassers und sollte stets im Idealbereich von 7,0 – 7,6 liegen, denn hier erreichen alle Wasserpflegeprodukte bei geringster Einsatzmenge ihr maximales Wirkungspotential.
Ein zu hoher pH-Wert bedeutet, dass das Wasser aggressiv gegen Ihre Haut reagiert und darüber hinaus die weiteren Pflegemaßnahmen nur zum Teil wirken können. Außerdem gibt es Kalkausfällungen, und die Wirksamkeit der eingesetzten Chlorprodukte geht drastisch zurück.
Ein zu niedriger pH-Wert kann Korrosionen an Ihren Schwimmbadarmaturen (z.B. an der Beckenleiter) verursachen. Durch Regenwasser und Schmutzpartikeln sinkt der pH-Wert. Das Beckenwasser sollte daher regelmäßig (mind. einmal pro Woche) mit unseren Wassertestgeräten (pH/Chlor, pH/Sauerstoff oder Wasserteststreifen) geprüft werden.
Stoßchlorung
Unter Stoßchlorung versteht man eine kurzfristige starke Überdosierung des Poolwassers mit Chlor.
- pH-Wert einstellen
- Rückspülung oder Reinigung des Filters
- Zugabe von schnelllösliche Chlortabletten bzw. Chlorgranulat während des laufenden Filterbetriebs
- Chlorwert auf 3 bis 5 mg/l anheben. Mit Testern überprüfen.
- Die Filteranlage nach Möglichkeit zwei Tage durchlaufen lassen.
- Ab 3 mg/L Chlorgehalt kann der Pool wieder genutzt werden.
Überwinterung
Im Herbst müssen alle im Freien stehendenSchwimmbecken für die Überwinterung vorbereitetwerden. Die Überwinterung in (teilweise) gefülltemZustand wird empfohlen.
- pH-Wert einstellen
2. Stoßchlorung vornehmen
3. Wasserspiegel bis unter die Düsen absenken
4. Winterschutzmittel im Beckenverteilen
5. Außenrohrleitungen entleeren
6. Eispuffer wie z.B. Holz- oder Styroporstücke zum Ausgleich des Eisdrucks in den Pool legen
Urlaubspflege
Wer länger als acht Tage verreist, muss für die Zeit der Abwesenheit ein Wirkstoffdepot zur Desinfektion und Algenverhütung sicherstellen. 1. pH-Wert 7,0 – 7,6 einstellen 2. 4-Phasen-Combi-Tabletten in den Dosierschwimmer geben 3. Pool mit Plane abdecken 4. Die Filterzeiten reduzieren aber nicht abstellen
Wechsel der Desinfektionsmethode
Beim Wechsel von Chlor auf Sauerstoff:
1. Der Chlorgehalt des Wassers muss auf 0 mg/l abgesunken sein (mit dem Pooltester überprüfen).
2. Danach wird zunächst die als Erstdosierung auf dem Etikett angegebene Menge des Sauerstoffgranulats/der Sauerstofftabletten sowie der Aktivator flüssig zugegeben.
3. Das bisher verwendete Algenschutzmittel kann weiter verwendet werden. Beim Wechsel von Sauerstoff auf Chlor:
1. Der Sauerstoffgehalt des Wassers muss auf 0 mg/l abgesunken sein (mit dem Pooltester überprüfen).
2. Danach wird zunächst die als Erstdosierung auf dem Etikett angegebene Menge des Chlorgranulats/der Chlortabletten zugegeben.
3. Das bisher verwendete Algenschutzmittel kann weiter verwendet werden. Werden Chlorprodukte zugegeben, solange sich noch Sauerstoff im Wasser nachweisen lässt (oder umgekehrt) kann es zu heftigen Reaktionen (Entstehung von Chlorgas) kommen!
